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Bonsais

 

 Wer kennt sie nicht, diese wunderschön anzusehenden kleinen Bäumchen, die eine Faszination austrahlen, mit der sie einen gefangen nehmen können.

 

Der Bonsai-Baum ist ein in einem Pflanzgefäß gezogenes Bäumchen, welches durch Kulturmaßnahmen

(Formschnitt, Wurzelschnitt, Blattschnitt, Drahtung) klein gehalten wird und durch künstlerische Gestaltung in eine gewünschte Wuchsform gebracht wird.

 

Es wird unterschieden zwischen In- und Outdoors (Bäumchen für's Wohnzimmer, oder aber für draußen),

wobei ich persönlich die Outdoors vorziehe, da sie im Winter weniger Aufmerksamkeit benötigen, als die

Indoors. Jeder weiß, wie pflegebedürftig unsere Zimmerpflanzen im Winter sind, es ist manchmal schwierig

sie überhaupt über den Winter zu bekommen. Das gleiche gilt natürlich auch für unsere Bonsais, die

Heizungsluft und das wenige Licht machen ihnen zu schaffen.

 

Der Outdoor ist eine winterfeste Pflanze (Strauch oder Baum) und verbringt auch den Winter in freier Natur.

 

Selbstverständlich  spricht nichts dagegen, einen Outdoor kurzzeitig als Dekoration ins Haus zu holen (und dekorativ

ist ein Bonsai nun wirklich). Dies geht aber wirklich nur kurzzeitig für maximal zwei Tage, dann muss er wieder ins Freie.

 

Das schöne an einem Outdoor ist, dass er in Bezug auf Überwinterung unkompliziert ist.

Ich z. B. verfahre mit meinen Bäumchen folgendermaßen: Ich nehme sie zu gegebener Zeit aus der Schale heraus und grabe sie an einer schattigen Stelle im Garten ein (Wurzeln gut bedecken, damit diese geschützt sind). Schattig aus dem Grunde, da ein abwechselndes Einfrieren und wieder Abtauen den Bäumen schadet, das heißt, die Zweige können erfrieren. Besser ist einmal kalt, immer kalt. Ich grabe sie ohne Schale ein, da sie über Winter auch in der Schale stark verwurzeln (Erfahrungen, die ich gesammelt habe) und im Frühjahr dann trotzdem den sogenannten Wurzelschnitt benötigen. Also habe ich für mich entschieden, direkt ohne Schale, im Frühjahr den erforderlichen Wurzelschnitt und gut ist. Außerdem kann beim Wurzelschnitt festgestellt werden, ob diese noch in Ordnung sind.

 

Der Nachteil an diesem Verfahren, die Erde wird jedes Jahr erneuert und die Vermoosung (die bei einem Bonsai sehr schön aussieht), ist jedesmal verschwunden und muss durch Aufsetzen kleiner Moosballen wieder herbei geführt werden.

Zum  Bonsai eignen sich alle verholzenden, kleinblättrigen bzw. kleinnadligen Baum- und Straucharten gut.

Traditionell werden Kiefern (beispielsweise Mädchen-Kiefer), Wacholder, Ahorne (Dreispitz-Ahorn, Acer buergerianum,

und  , asiatische Ulmenarten (besonders die Chinesische Ulme, Ulmus parviflora), Azaleen, Fruchtbäume wie Kulturapfel oder Japanische Aprikose (Prunus mume) verwendet.

Es ist aber auch genau so gut möglich, sich einen Bonsai aus einer Heckenkirsche, einer Berberitze oder auch aus einem Efeu (hier besitze ich zwei, an denen ich besonders hänge) zu ziehen und zu gestalten.

 

Bonsaibäume können bei guter Pflege viele hundert Jahre alt und sehr wertvoll werden.

 

Es muss nicht direkt mit einem teuren Exemplar begonnen werden. Um heraus zu finden, ob man Spaß an diesem Hobby hat, ist ein selbstgezogner Baum hervorragend geeignet. Mein erster Baum übrigens war ein Walnussbaum, der plötzlich in unserem Garten wuchs, da - vermutlich -  ein Eichhörnchen  die Nuss vergessen hatte.

Eigentlich eignet sich ein Walnussbaum nicht sehr gut, da er sehr große Blätter hat. Für mich jedoch war es (anfänglich) der schönste Baum, da selber gezogen.

 

Gerne helfe ich Ihnen bei Ihrem Vorhaben, es mit einem Bonsai zu versuchen.

Kontaktieren Sie mich per Mail : bonsai@evahumberg.de.